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Stimmt doch, oder?

Wenn es keine Prostitution gibt, steigt die Zahl der Vergewaltigungen.

Falsch!

Wenn eine Gesellschaft mit der Akzeptanz von Prostitution signalisiert, dass Männer das Recht haben, über Frauen zu verfügen und ihre sexuellen Bedürfnisse jederzeit zu befriedigen, dürfte die Zahl der gewaltsamen Übergriffe eher steigen.
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Eine Kampagne im Landkreis Stade mit Aktionen zur Aufklärung und Information zum Thema Prostitution

NEUES

Unsere nächste Veranstaltung für Sie!

Die Corona-Pandemie hat uns -wie so vielen- einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass wir die für Januar geplante Veranstaltung „Prostitution hat eine Vorgeschichte“ auf den 2. Juli verschoben haben. Eine virtuelle Alternative für den Jahresanfang ist in Planung. Weitere Infos dazu folgen zeitnah.

Veranstaltungen und Aktionen

Diskutieren Sie mit uns und mit anderen.

März 2022

märVeranstaltung in PlanungEine virtuelle Veranstaltung erwartet Sie.Startet im Monat (März)

01mär19:00Fachtag zur Sensibilisierung für Fachpersonal19:00

April 2022

28apr19:0021:00Vortrag: Möglichkeiten zur gesetzlichen Regelung von ProstitutionSOLWODI (Osnabrück) trägt vor, mit anschließender Diskussion19:00 - 21:00

Mai 2022

13maiGanztägigLesung: "Das beherrschte Geschlecht. Warum sie will, was er will."Dr. Sandra Konrad, systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin mit eigener Praxis in Hamburg, liest aus ihrem Buch(Ganztägig: Freitag)

Juni 2022

junMitmachaktion für die Bürger:innen „Wir setzen ein Zeichen“ - im Landkreis Stade.Startet im Monat (Juni)

27jun(jun 27)00:0007jul(jul 7)23:59PLAKATAKTION: ROTLICHTAUS?!Die AG der Gleichstellungsbeauftragten werden im gesamten Landkreis auf Großflächen plakatieren(Juni 27) 00:00 - (Juli 7) 23:59

Juli 2022

27jun(jun 27)00:0007jul(jul 7)23:59PLAKATAKTION: ROTLICHTAUS?!Die AG der Gleichstellungsbeauftragten werden im gesamten Landkreis auf Großflächen plakatieren(Juni 27) 00:00 - (Juli 7) 23:59

02jul18:30Erfahrungsbericht und Vortrag "Prostitution hat eine Vorgeschichte - und lebenslange Folgen"Die ehemaligen Prostituierten und heutige Diplom Psychologin und Traumatherapeutin Anna Schreiber 18:30 Berufsbildende Schulen Buxtehude, Konopkastr. 7

Hinweis: Termine und weitere Veranstaltungen werden folgen.

Pressemitteilungen

2021 Oktober

Karina Holst (Gleichstellungsbeauftragte Hansestadt Stade), Dagmar Moeller-Bartelmann (Koordinatorin der TDF-Städtegruppe), Nathalie Suthor (Regisseurin) und Landrat Kai Seefried. Foto: Elena Knoop

Filmemacherin Nathalie Suthor zu Gast in Stade im Rahmen der landkreisweiten Kampagne „RotlichtAus?!“

Auf Einladung der Städtegruppe Stade von Terres Des Femmes (TDF) und der Stader Gleichstellungsbeauftragten präsentierte die Regisseurin Nathalie Suthor in der ausverkauften Seminarturnhalle am 4.11.21  ihren  Film „Kein Job wie jeder andere“.
Die Koordinatorin der TDF-Städtegruppe Dagmar Moeller-Bartelmann moderierte versiert den Abend und freute sich mit allen an der Organisation Beteiligten über das anschließende lebendige und informative Publikumsgespräch. Ganz besonders begrüßte sie auch die Anwesenheit des neuen Landrats, Herr Kai Seefried, der – seit erst 4 Tagen im Amt – es sich trotzdem nicht nehmen ließ, zu dem Filmabend zu kommen…

RotlichtAus?! Auftaktveranstaltung in der Seminarturnhalle

Stader Soroptimistinnen unterstützen landkreisweite Kampagne RotlichtAus ?!
Auf Einladung vom Stader Club Soroptimist International kam Manfred Paulus, Erster Kriminalhauptkommissar a.D., zu einem Vortrag am Mittwoch, den 15. September in die Stader Seminarturnhalle. Die 100 Sitzplätze waren voll belegt.
Es ist die Auftaktveranstaltung im Rahmen der einjährigen landkreisweiten „RotLichtAus?!“- Kampagne, die schon jetzt von einem breiten Aktionsbündnis getragen wird…

Das Tageblatt berichtete hier.

2021 September

Foto: Elena Knoop

2021 September

Vertreterinnen vom Aktionsbüdnis Kampagne RotlichtAus?!: Gabi Schnackenberg, Karina Holst, Susanne Decker-Michalek, Andrea Jülisch, Elena Knoop, Tina Graffelmann, Adelheid Balthasar, Sonja Domröse (v. l.n.r.).  Foto: Marlene Apmann

RotlichtAus?! Ein breites Aktionsbündnis lädt ein.

Ab September 2021 startet eine Veranstaltungsreihe mit Informationen zur Prostitution in Deutschland.

„Seit 20 Jahren ist die “Förderung der Prostitution” in Deutschland nicht mehr strafbar und Prostitution gilt auch nicht mehr als sittenwidrig, sondern als ein Gewerbe wie viele andere. Nach einer Schätzung von verdi wurden im Jahr 2019 hier 14,5 Milliarden Euro pro Jahr umgesetzt, 1,2 Millionen Männer gingen deutschlandweit zu 400.000 Prostituierten (eine Schätzung der Städte und daher die vielleicht beste Näherung, ohne Dunkelziffer).
Die Prostituierten kommen am häufigsten aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn, nur ca. 18 % aus Deutschland. Das Rotlicht-Milieu ist mitten in unserer Gesellschaft, auch im Landkreis Stade in Bordellen, Sexmobilen und Wohnungen direkt vor der Haustür angekommen. Dabei steht die überwiegende Mehrheit der Prostituierten unter Zwang…“

Das Tageblatt berichtete hier.
Das Wochenblatt berichtete in der Printausgabe.

Rückblick

Dokumentationsfilm "Kein Job wie jeder andere"

Die Regisseurin Nathalie Suthor präsentiert im Oktober ihren Film mit anschließendem Publikumsgespräch in der Seminarturnhalle

Vortrag "der lange Kampf gegen Sex-Sklaverei"

Der Kriminalkommissar a.D. kämpft seit Jahrzehnten gegen Menschenhandel und Sex-Sklaverei – früher als Ermittler, heute als Aktivist. Im September kam er für einen Vortrag und Publikumsgespräch in die Seminarturnhalle.

Stimmt das?

Die Prostituierten machen das freiwillig.

Falsch!

Über 90 Prozent der Frauen tun es gezwungenermaßen. Es muss nicht immer der Frauenhändler und Zuhälter sein, der prügelt und vergewaltigt. So manches Mal werden Frauen aus den Slums in Osteuropa auch von ihren eigenen Familien in die Prostitution geschickt.
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Prostitution ist das "älteste Gewerbe der Welt" und wird es immer geben.

Falsch!

Die Prostitution entstand im dritten vorchristlichen Jahrtausend im Zusammenhang mit Krieg und Sklaverei. Die ersten Sklaven (und Prostituierten) waren Frauen. Auch die Abschaffung der Sklaverei hat man sich vor nicht allzu langer Zeit noch nicht einmal vorstellen können. Heute gibt es zwar noch Sklaverei auf der Welt – aber in zivilisierten Demokratien wird sie geächtet und verfolgt.
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Wenn man die Prostitution "kriminalisiert", rutscht sie nur in die Illegalität, wo man Menschenhandel nicht mehr verfolgen kann. Und alles wird noch schlimmer.

Falsch!

Kriminalisiert“, also verfolgt werden, sollen nur die Händler mit der Ware Frau – Frauenhändler, Zuhälter, Bordellbetreiber – nicht die Frauen selbst. Prostituierte sollen besser geschützt werden. Frauenhandel & Prostitution sind global fest in der Faust des kriminellen Milieus und findet unter inhumanen Bedingungen statt. Aufgrund der liberalen Gesetzeslage in Deutschland kann die Polizei das hierzulande jedoch kaum verfolgen.
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Wenn es keine Prostitution gibt, steigt die Zahl der Vergewaltigungen.

Falsch!

Wenn eine Gesellschaft mit der Akzeptanz von Prostitution signalisiert, dass Männer das Recht haben, über Frauen zu verfügen und ihre sexuellen Bedürfnisse jederzeit zu befriedigen, dürfte die Zahl der gewaltsamen Übergriffe eher steigen.
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Es macht den Frauen doch auch Spass.

Falsch!

Laut einer UN-Studie wurden zwei Drittel aller Frauen in der Prostitution schon von einem bzw. mehreren Freiern vergewaltigt. Ebenfalls zwei Drittel gaben an, mit einer Waffe bedroht worden zu sein. Drei von vier konsumieren Drogen oder Alkohol, um die „Arbeit“ zu ertragen. Die Mehrheit der Frauen in der Prostitution ist schon als Kind sexuell missbraucht worden. Weitere Studien zeigen: 80 bis 90 Prozent der Frauen würden sofort aus der Prostitution aussteigen – wenn sie nur könnten.
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In Schweden werden die Prostituierten kriminalisiert.

Falsch!

Im Gegenteil. Das schwedische Gesetz gegen Sexkauf zieht nicht die Prostituierten, sondern die Sexhändler und Sexkäufer zur Verantwortung. Denn sie sind es, die den Markt überhaupt erst schaffen. Die Frauen (und Männer), die sich prostituieren hingegen, haben keinerlei Strafverfolgung zu befürchten. Im Gegenteil: Ihnen werden nach dem „Schwedischen Modell“ Beratung und Ausstiegshilfe angeboten.
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Das Aktionsbündnis

Vertreterinnen vom Aktionsbüdnis:

Gabi Schnackenberg, Karina Holst, Susanne Decker-Michalek, Andrea Jülisch, Elena Knoop, Tina Graffelmann, Adelheid Balthasar, Sonja Domröse (v. l.n.r.).  Foto: Marlene Apmann

Soroptimist International, Club Stade

Soroptimist International, Club Buxtehude

Terre des Femmes, Städtegruppe Stade

Landfrauen Kreisverband Stade

Frauenwerk Sprengel Stade

pro familia

Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Stade

Himmelblau – Frauen für interkulturelle Bildung und Begegnung (FIBB) e. V

 

Das Aktionsbündnis wächst noch…

Dokumentationsfilm "Kein Job wie jeder andere"

Auf Einladung der Städtegruppe Stade von Terres Des Femmes (TDF) und der Stader Gleichstellungsbeauftragten präsentierte die Regisseurin Nathalie Suthor in der ausverkauften Seminarturnhalle am 4.11.21  ihren  Film „Kein Job wie jeder andere“.

Die Koordinatorin der TDF-Städtegruppe Dagmar Moeller-Bartelmann moderierte versiert den Abend und freute sich mit allen an der Organisation Beteiligten über das anschließende lebendige und informative Publikumsgespräch. Ganz besonders begrüßte sie auch die Anwesenheit des neuen Landrats, Herr Kai Seefried, der – seit erst 4 Tagen im Amt – es sich trotzdem nicht nehmen ließ, zu dem Filmabend zu kommen…

Manfred Paulus in der Seminarturnhalle

„Der lange Kampf gegen die Sex-Sklaverei – auch im Landkreis Stade. Ex-Kommissar Manfred Paulus kämpft seit Jahrzehnten gegen Menschenhandel und Sex-Sklaverei – früher als Ermittler, heute als Aktivist. Zum Auftakt der Kampagne „RotLichtAus?!“ gab er bei einem Vortrag in Stade schockierende Einblicke in das Milieu.“, schreibt das Tageblatt am 18.09.2021 . Mehr lesen>>

Video Quelle: Menschenhandel und Sexsklaverei - Tiefer Schatten über Deutschland - Kommissar a.d. Paulus packt aus. Youtube, 26.04.2019
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